Donnerstag, 19. März 2009

In den Bergen

Gestern war ein besonders angenehmer Arbeitstag. :)
Wir haben einen Ausflug zum "Plateau de Beille" gemacht und konnten bei Sonnenschein den letzten Schnee geniessen.
Auf dem Programm standen eine Fahrt mit dem Hundeschlitten, Schneeschuhwandern und Schlittenfahren.
Es war echt schoen, auch diejenigen voller Freude zu sehen, die vorher Angst hatten, dass man sie ueberfordern koennte und so wurde heute noch viel von den gestrigen Erlebnissen berichtet.


Montag, 16. März 2009

Cordes-sur-Ciel





Dieses Wochenende wurde ganz unerwartet zu einem Hoehepunkt. :)

Ich hatte ueberlegt, mit Catherine (einer Englaenderin, die in Deutschland aufgewachsen ist) Samstag einen Tagesausflug zu machen.
Da wir beide nicht so richtig wussten, wohin, haben wir uns umgehoert und bekamen das Angebot von Christophe (einem Franzosen) doch eine Wanderung mit ihm und einem Kollegen in der Naehe von Toulouse zu machen.
Spontan schloss sich uns dann noch James (ein Amerikaner) an und so fuhren wir zu fuenft nach Cordes-sur-Ciel.
Dabei handelt es sich um ein kleines Doerfchen, das auf einem Huegel liegt und da man den Eindruck hat, es waere ueber dem Himmel, heisst es Cordes-sur-Ciel (=ueber dem Himmel).
Im Moment haben wir hier wirlich schoenstes Fruehlingswetter und auch Samstag konnten wir Sonnenschein und einen wolkenlosen Himmel geniessen.
(Die Fotos sind dieses Mal besonders schoen, weil James eine Kamera hat, mit der man auch Panoramafotos machen kann.)
Abends haben wir dann gemeinsam gekocht und ich habe das erste Mal in meinem Leben ganz alleine Kaesespaetzl gemacht und sie haben gluecklicherweise auch allen geschmeckt. ;)

Sonntagnachmittag bin ich auf einem Geburtstag gewesen und auch wenn es ein bisschen kuehler war als Samstag, konnten wir schoen draussen grillen und an der Garonne entlangflanieren.
Abends war ich mit Thimo und Jochen bei Leuten, die ich vorher gar nicht kannte, und wir haben einen sehr lustigen Abend mit leckerer Pizza verlebt.
So bin ich jetzt zwar noch etwas muede von dem ausgefuellten Wochenende, aber auch sehr zufrieden. :)

Mittwoch, 25. Februar 2009

"Die Burgen des Katharerlandes" oder "La troupe des dragons"

Dank meines, sich mittlerweile im Ruhestand befindenden, Ex-Chefs muss ich mittwochs normalerweise nur vormittags arbeiten und da ich in der vergangenen Woche den Nachmittag geblieben bin, hatte ich den Freitag frei, um mit einigen Freunden einen Ausflug ins Katharerland zu machen.

Bei Sonnenschein und guter Laune verbrachten wir einen Tag auf Erkundungstour in der Naehe von Carcassonne und hatten dabei, wie man hoffentlich auf den Fotos sieht, jede Menge Spass. :)
(Mit etwas Fantasie koennt ihr auf dem letzten Foto im Hintergrund die Pyrenaeen erkennen.)

Die freundliche Dame am Empfang hat uns bei unserer Rueckkehr mitgeteilt, wir haetten den bestehenden Rekord gebrochen, denn sie haette noch nie eine Gruppe gehabt, die so lange bei den Burgen ausgehalten haette.





Dienstag, 17. Februar 2009

Albi




Samstag haben meine englische Freundin Alice und ich uns bei herrlichem Sonnenschein auf dem Weg nach Albi gemacht.

Albi ist eine Stadt mit knapp 50000 Einwohnern, die etwa eine Stunde von Toulouse entfernt ist und neben der riesigen Kathedrale Sainte-Cécile und dem berühmten Toulouse-Lautrec-Museum eine wunderschöne Altstadt mit vielen kleinen Gassen zum Schlendern bietet.

Dort angekommen haben wir mit Hilfe meines Reiseführers zunächst die Innenstadt erkundet und sind dann, nach einem leckeren Mittagessen mit Blick auf die Kathedrale, in das besagte Museum gegangen, in dem viele Bilder von Henri Toulouse-Lautrec ausgestellt waren, denn er wurde 1864 in Albi geboren.

Anschließend besichtigten wir die Kathedrale, die wirklich beeindruckend groß ist. Allerdings waren wir beide von der Innenausstattung etwas erschlagen, denn alle Wände waren so farben- und bilderreich bemalt, dass man kaum wusste, wo man zuerst hinschauen sollte.

Um die Größe noch etwas besser einschätzen zu können, haben wir uns dann in Richtung Tarn begeben und sind am Ufer entlang flaniert. Die Ausblicke waren wirklich, gerade auch mit dem Sonnenschein, wunderschön, und so haben wir es doch noch einige Zeit in der Kälte ausgehalten.

Zum Abschluss dieses Tages haben wir uns dann noch ein leckeres Crêpe gegönnt und da wir bei der Ankunft am Bahnhof feststellten, dass der nächste Zug nach Toulouse erst 1,5 Stunden später fuhr, sind wir nochmal in die Stadt gezogen.

So waren wir abends wirklich müde vom vielem Laufen, aber auch sehr zufrieden und dankbar für so einen schönen Tag. :)

Sonntag, 8. Februar 2009

Schokoladenfondue

Den Freitagabend habe ich mich der Jugendgruppe einer Baptistengruppe verbracht und dieses Mal haben wir leckeres "Fondue au chocolat" gemacht.
Da ich mit den Leuten schon einiges gemacht habe, aber bisher noch keine Fotos hatte, hole ich das hiermit nach. :)

Eine lustige Begebenheit: Der junge Mann, der rechts neben mir sitzt, ist ein Student aus Ecuador. Er hat bisher schon eine andere Deutsche in Toulouse kennen gelernt, die ebenfalls Marina heißt, aus Frizlar kommt und in Kassel studiert.
Man könnte meinen, es wimmele von Marinas in Deutschland. ;)


Montag, 26. Januar 2009

Paris, Paris

Die vergangene Woche ist extrem schnell vergangen und so hatte ich gar keine Zeit, die Wlan-Verbindung in unserer Herberge für meinen Blog und Emails zu nutzen.
Also werde ich jetzt einfach eine kleine Zusammenfassung schreiben. :)

Den Montag haben wir vormittags vor allem damit verbracht, uns auszutauschen, denn schließlich hatten die meisten sich fast 5 Monate nicht gesehen und jeder hatte viel zu erzählen.
Für nachmittags war dann eine Rallye vorgesehen und kurz bevor wir uns auf den Weg machen wollten, fing es an, heftig zu regnen. Also verlegten wir unseren Start eine Stunde nach hinten und beantworteten die anschließend noch offenen Fragen mit Hilfe von Wikipedia&Co.

Dienstag war voll von Auswertungsgesprächen. Das bedeutete konkret, dass jeder ein allgemeines Gespräch über die vergangene Zeit hatte, außerdem eine Art Sprachtest und als drittes ein Gespräch mit einer Person, die vom Ministerium davon beauftragt ist, unseren Freiwilligendienst auszuwerten und uns deshalb interviewte.

Mittwoch waren wir morgens in einer Ausstellung mit dem Titel „A chacun ses étrangers“ (=“Jedem seine Ausländer“). Darin ging es um Immigration in Frankreich und Deutschland von 1871 bis 2008. Wir hatten eine Führung, die wirklich interessant war. Es ist schon erschreckend, wie ähnlich die Strategien sind, gerade wenn es um Ausländerfeindlichkeit und Kriegspropaganda geht…
Den Nachmittag hatten wir frei und so bin ich erst mit drei Mädels losgezogen, um die Sacré Coeur zu bestaunen und anschließend (nur noch mit Insa) zum Arc de Triomphe, zum Place de la Concorde und natürlich zum Eiffelturm.

Der 22. Januar ist der Tag der deutsch-französischen Freundschaft und wurde aus diesem Grund ganz besonders gestaltet. Da es noch eine andere Gruppe von Jugendlichen gibt, die ebenfalls einen deutsch-französischen Freiwilligendienst wie wir macht, wurden wir alle gemeinsam vom DFJW (Deutsch-Französischen Jugendwerk) eingeladen, um uns kennenzulernen und einen gemeinsamen Tag zu verbringen.
Es gab viele Gespräche, Spiele und leckeres Essen und der krönende Abschluss war ein Besuch im Theater, wo sehr modern „Romeo und Julia“ gespielt wurde.

Freitag war dann schon der letzte Tag und da alle ziemlich kaputt waren, ging es eigentlich nur noch um die Auswertung des Seminars.
Abends war ich dann erst mit Jana, einer anderen FSJlerin, bei Hillsong Paris, und anschließend trafen wir uns alle in einer Karaoke-Bar, wo einige ihre Gesangsküste zum Besten gaben. :)

Ja, und eigentlich hätte ich gedacht, dass ich den Bericht hier beenden könnte, aber der Samstag war dann doch noch so aufregend, dass ich ihn auch noch erwähne.
Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, gab es im Süden Frankreichs ein schweres Unwetter und so erfuhr ich am Pariser Bahnhof, dass mein TGV nur bis nach Bordeaux gehen würde und alle weiteren Züge bis Sonntagnachmittag ausfallen würden.
Im ersten Moment war ich wie vor den Kopf geschlagen, denn ich kannte mich überhaupt nicht in Bordeaux aus, wollte aber auch nicht noch ewig in Paris herumhängen. Also entschied ich mich, trotzdem einzusteigen und danach weiterzuschauen.
In Bordeaux angekommen wurde mir dann nur nochmal bestätigt, dass es keine Möglichkeiten gäbe, weiter in den Süden zu kommen und in Gedanken sah ich mich schon in irgendeinem günstigen Hotel auf den nächsten Zug warten.
Ich schien jedenfalls etwas hilflos zu sein, denn zwei Frauen sprachen mich an, ob ich auch nach Toulouse wollte und mir nicht mit ihnen ein Auto mieten wollte. Das kam mir sehr entgegen.
Die Enttäuschung folgte dann aber direkt, denn alle Autos waren bereits verliehen. Gott sei Dank gab es dann aber einen Mann, der Leute vom Toulouser Flughafen abholen wollte und aus diesem Grund einen Siebensitzer gemietet hatte. Die Plätze waren dann auch schnell vergeben und so fand ich mich einige Minuten später, völlig zwischen den anderen Insassen, Taschen und Koffern eingezwängt, aber wahnsinnig erleichtert, auf dem Weg nach Toulouse.
Praise the Lord!


Mittwoch, 21. Januar 2009

Zwischenseminar

Seit Sonntag bin ich in Paris zum Zwischenseminar meines FSJs.
Das bedeutet, dass alle französischen und deutschen Freiwilligen, die auch beim Vorbereitungsseminar im August da waren, hier sind, um über die bereits gemachten Erfahrungen zu sprechen, zu schauen, wie es weitergeht und was man eventuell verbessern kann.
Bis auf eine sind auch noch alle dabei - mehr oder weniger zufrieden. Gerade bei den Deutschen sind leider einige unglücklich und wir hoffen, dass sich irgendwelche Verbesserungen bewirken lassen.

Mir geht es gut und ich genieße die Zeit mit den anderen. Die Hälfte der Woche ist ja auch schon wieder vorbei.

Ich werde bald nochmal Fotos hochladen. Heute waren wir auf Sightseeing-Tour. Es war zwar sehr kalt, aber wir hatten trotzdem viel Spaß. :)